Stare hätten die Fähigkeit des „Spottens"
und könnten sogar menschliche Worte lernen und nachsprechen, sagt man?


Immer auf einer höheren Warte sitzend,
trage ich mein Lied vor. Dabei flechte
ich fremde Laute ein. Zum Schluss hin,
schlage ich noch kräftig mit den Flügeln.
Gut imitieren kann ich das "Miau"
des Mäusebussards. Dann gehen andere
Vögel in Deckung. Vielleicht ist
so etwas mit "Spotten" gemeint


Wir Stare sind ganzjährig in Trupps unterwegs,
zum Teil in riesigen Schwärmen.
Einst waren wir reine Zugvögel, mittlerweile werden wir immer mehr zu Teilziehern.
Das kommt ganz darauf an, wo wir leben. Wenn wir ziehen, dann Richtung Süden.

Anfang März kommen alle Wanderer zurück. Sie lösen sich aus den Zugschwärmen,
und die Männchen besichtigen die Brutreviere, suchen eine Bruthöhle aus oder nehmen
die vorjährige wieder in Besitz. Während der Brutzeit versammeln wir uns jeden Abend
an traditionellen Schlafplätzen. So eigensinnig wie wir sind, halten wir an diesen Ort
auch bei Störungen fest. Es gibt Vorsammelplätze, wie hohe Bäume oder Strom-
leitungen.
Von dort fliegen wir dann geschlossen
zum eigentlichen Schlafplatz.
Hier nimmt das Singen und Schwätzen
manchmal die ganze Nacht hindurch kein Ende.



Auch tagsüber sind wir sehr gesellig.




Am Brutplatz sind wir allerdings sehr eigen. Die Bruthöhle wird vehement verteidigt.
Nahrungsflächen hingegen werden wieder gemeinsam genutzt. Nichtbrüter leben auch
in der Brutzeit in Trupps.