Geschrieben von: dagi (Alter: uralt) am 14.11.2010
Eicherlhäher - erst einer, dann zwei, jetzt vier.
Eine witzigste Aktion, die ich schon mehrmals beobachten konnte: Ein Eichelhäher kommt mit einer Erdnuss angeflogen. Er legt sie in die Schale und nimmt eine andere wieder mit. Ich glaube es ist der, der sich auch den Kropf vollpackt. Sieht aus wie eine Tauschaktion.
Ist aber wohl eher ein Täuschungmanöver für die anderen Rabenvögel. Besser kann man doch nicht täuschen. Für die sieht das so aus, als würde er Nüsse hineinlegen, obwohl er eigentlich nur so getan hat, als ob. Jo, und nun kann er seine Beute im Kropf ganz in Ruhe woanders verstecken. Das Witzige daran, er verzichtet ja nicht auf die Nuss. Er legt sie nur ganz auffällig hin und zack schnappt er sich eine andere und weg isser. Ist das nicht schlau?
Geschrieben von: Noch mal ich (Alter: uralt) am 18.11.2010
Humpelchen
Also Humpelchen heißt jetzt "der Einarmige", dabei ist es eine "Einfüßige", eine kleine Kohlmeise mit nur einem Fuß.
Das erste Mal gesehen haben wir sie, da war sie noch ganz jung und ihr Beinchen sah nicht gut aus. Es stand etwas ab und der Fuß war seltsam verdreht. Und mit den Federresten daran, muss man annehmen, das sie am Beinchen gepackt wurde, aber entkommen konnte.
Was sollen wir bloß tun (wir das sind Sörli und Dagi)? Es hat doch bestimmt Schmerzen. Oh, oh, oh.
Wir haben nichts getan. Dieser kleiner Vogel war außerordentlich fit und wusste sich, trotz der Behinderung, sehr gut zu helfen. Versuche, ihn einzufangen, hätten ihn zu sehr verschreckt und geschockt. Einen Herzanfall sollte er nun auch nicht kriegen. Daher haben wir entschieden, ihn lieber zu beobachten.
Und siehe da: Mittlerweile ist das Füßchen abgefallen. Anfangs alleine, sieht man die kleine Meise nun mit dem Meisentrupp zusammen. Sie ist unglaublich geschickt und behauptet sich sehr gut.. Es ist schwer, sie überhaupt von den anderen Meisen zu unterscheiden. Wir hoffen jetzt, das dieses Vögelchen gut über den Winter kommt.
Geschrieben von: deli (Alter: nur alt) am 20.11.2010
Wir haben unser Vogelhäuschen aufgebaut und Futter hineingelgt, An der Seite hängen Meisenknödel und Nußnetze. Bald war ein lustiges Treiben und Kommen und Gehen, meist um die gleiche Zeit, zu der auch wir uns zum Essen hinsetzten. Die Meisen und Gimpel sind sehr geschickt. Heute war ein Buntspecht da, zum ersten Mal konnte ich einen Specht so nah sehen. Er wollte auch am Nußnetz knappern - war das war nicht so leicht.Er konnte sich nicht wie die Meisen einfach dranhängen, sondern mußte vom Vogelhaus aus versuchen, sich zu strecken und zu recken, um eine Nuß zu ergattern.
(Grüßle aus dem Süden, dagi)
Geschrieben von: Pauli (Alter: hmm...) am 30.11.2010
Also, ich hatte eine lustige Begegnug mit einem kleinen weißen Vögelchen. Meine Mutter, meine Patentante und ich wollten gerade ihren Hund ausführen, als mir etwas weißes auffiel. Da hüpfte ein kleiner vollkommen weißer Vogel durch die Gegend ! Wir beschlossen, ihn einzufangen, weil er so auffiel und eine leichte beute für seine Feinde gewesen wäre.
Wir liefen ihm also mit kescher und käfig hinterher.Irgendwann hatte ich ihn eingeholt und konnte meinen kescher über ihn stülpen. aber leider ist er irgendwie entwischt und als meine Patentante ihn noch einmal einfangen wollte, hat er wild gezappelt und einen Herzstillstand gehabt. Ich war ziemlich traurig und hab gehofft, dass er wieder aufwacht. wir haben ihn dann mit blumen begraben.
Geschrieben von: lina (Alter: ) am 30.11.2010
wir haben bei uns ein paar vogelfutterbeutel aufgehängt und auf besucher gewartet.als dann die ersten vögel den platz entdeckt hatten, hat sich das wohl rumgesprochen, denn wir hatten regen Betrieb an der futterstange.
is das eichhörnchen kam, das ich "merlin" getauft habe. es verscheuchte alle besucher mit flügeln und plünderte das futter. tja. so ist das halt.
liebe grüße, lina.
Geschrieben von: Volker (Alter: ziemlich) am 02.12.2010
Am Küchenfenster hängt jetzt wieder ein Meisenknödel. Das spricht sich wirklich erstaunlich schnell rum. Einige Kohlmeisen, Blaumeisen und ein Rotkehlchen gehören zu den Stammgästen und gelegentlich kommt auch der Buntspecht zu besuch.
Selbst wenn ich am anderen Ende des großen Küchenfensters ganz ruhig stehe, gibt es erstmal gezeter aus dem Strauch gegenüber und ein paar abgebrochene Anflüge. Offensichtlich wissen die Vögel genau, wie meine Küche aussieht und sehen, wenn sich hinter der Scheibe etwas verändert hat.
Geschrieben von: Sörli (Alter: 7) am 03.12.2010
Ja, das glaube ich auch.
Man hat festgestellt das auch Meisen, Menschen erkennen, unterscheiden können. Wer einmal am Nistkasten war, wird als Störenfried wiedererkannt.
Geschrieben von: Silke (Alter: 11) am 03.12.2010
Bei uns gibt es im Baum gegenüber immer eine Warteschlage. Nur bei den großen Vögeln. Die kleinen kommen wann sie wollen. Ich bin gerade krank. Darum kann ich den Vögel den ganzen Tag
zu sehen. Im Baum sitzen dann Raben und Elstern und noch einer, den ich nicht kenne.
Der kommt auch auf den Balkon und kuckt da rum. Meine Mutti hat einen Napf an das Geländer gebunden weil wir gans oben wohnen. Da kommt dann immer das Futter rein für die großen Vögel. Dann kommen die. Einer nach dem anderen und wechseln sich ab. Der Rabe kommt immer von der Seite und kukt sich zehnmal um. Der läuft auch seitlich. Nur einer. Der ist dicker und kleiner, der bleibt und nimmt sich gans viel auf einmal. Lustig sieht der aus, wenn er Schnee im Gesicht hat. In der Zeit warten die anderen im Baum. Die kleinen Vögel zanken sich manchmal. Aber nicht immer. Die haben eigenes Futter. Trozdem klauen sie manchmal eine Nuss aus dem Napf. Dann fliegen sie nicht nach oben.nur nach unten, weil die Nuss so schwar ist. Eine Erdnuss ist das, die sie auch oft verlieren. Das ist denen aber egal. Ich weis noch eine Geschichte von einem Raben mit einer Kiste. Soll ich aber morgen erzählen, sagt Mutti.
Deine Silke
Geschrieben von: Silke (Alter: 11) am 06.12.2010
Da sind keine Raben bei uns, sondern Krähen. Die Krabe mit der Kiste, das war so. Diese Kisten haben wir angemalt und zum Trocknen raus gestellt. Dann kam eine Krähe und hat da rein gekuckt und später noch mal. Mutti hat dann eine Nuss rein getan und die hat der Vogel dann genommen. Jeden Tag hat er dann 2 Nüsse geholt. Als es geregnet hat, hat Vati einen Deckel zum aufklappen an die Kiste gemacht. Gans leicht sollte das gehen. Dervogel war sauer und hat darauf rumgehackt.
Mutti hat dann gezeigt wenn er in der Nähe war, wie das geht. Irgendwann hat er das dann auch so gemacht. Deckel hoch und Nuss raus genommen. Manchmal haben wir den Deckel auch offen gelassen, damit er weiter macht. Aber wir machen da nicht mehr, weil er die Kiste auch oft runter geschmissen hat auf die Wiese. Das War aber eine tolle Zeit und lustig.
Geschrieben von: Mutter von Silke (Alter: 35) am 06.12.2010
Immer, wenn Silke krank ist, tummelt sich die Vogelwelt ganz besonders. Man könnte meinen, es sind kleine Engel, die mein Kind aufmuntern wollen.
Geschrieben von: Sörli (Alter: 7) am 30.12.2010
Jetzt habe ich Folgendes schon zum 2. Mal beobachtet. Alle Vögel kamen gemeinsam. Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln, Elstern und ein Rotkehlchen. Allesamt schauen von einem Baum aus zur Futterstelle. Warum kommen sie nicht? Aha, es nähert sich von der Seite (das hat Silke schön beobachtet) ein schwarzer Kopf und fängt an gemütlich zu picken. Es handelt sich um eine Rabenkrähe. Wer jetzt glaubt, das nach Abflug der Krähe, die gesamte Vogelschar zur Futterstelle kam - Pustekuchen. Allemann flogen zusammen mit der Krähe weg. Da versteh einer die Welt. Was war das? Begleitescorte?
Ich bin ratlos.
Geschrieben von: dagi (Alter: ) am 23.03.2011
Die Stare sind wieder zurück. Über meinem Dachfenster höre ich sie werkeln und quatschen.
Geschrieben von: Soerli (Alter: ) am 29.09.2011
Heute habe ich eine Rabenkrähe mit sich selber kämpfen sehen, mit ihrem Spielgebild. Aufmerksam darauf geworden bin ich durch das laute Getue am gegenüberliegenden Dachfenster. Zuerst wildes erfolgloses Geflatter, Flügelschlagen, Gekrähe und Gepicke am besagten Fenster. Dann aber wurde der Vogel ganz ruhig. Nun hüpfte es gezielt in jede Ecke des Fensters und schaute konzentriert hinein. Pickte ein bis zwei Mal auf sein Spiegelbild, hm? Also auf in die nächste Ecke. Mal versuchen mit Flügelschlagen. Oh, macht der andere auch!
Diese Prozedur um das Fenster herum wurde von der Krähe mehrfach wiederholt. In der Mitte, wo sich das Fenster teilt, erspäht der Vogel natürlich sein geteiltes Krähengesicht. Das ist ihm nicht geheuer! Erst mal neben das Fenster auf eine Dachpfanne setzen und so tun als ob. Die Krähe starrt nun eine Zeit lang gebannt auf ihre Füße, aber aus den Augenwinkeln auf das Fenster konzentriert. Es tut sich nebenan aber nichts. Also noch mal hin fliegen und gucken. Da ist er wieder, der Andere. Was bleibt einer Krähe anderes übrig, als noch einmal wütend auf die Scheibe zu picken und dann wegzufliegen.
Das Ganze hat dem Rabenvogel aber wohl keine Ruhe gelassen. Eine Stunde später hüpft er wieder um das Fenster herum, um den sonderbaren Kontrahenten von allen Seiten zu begutachten. Ob er sich wohl erkennen kann, mit der Zeit?
Geschrieben von: Dagi (Alter: uralt) am 29.09.2011
Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass Vögel Glasscheiben nicht als Hindernis erkennen können. In den sich spielgenden Scheiben, sehen sie Himmel, Wolken und Bäume, also die Welt aus der sie kommen und wo sie hin wollen. Sie sind so schnell und prallen mit voller Geschwindigkeit dagegen. Hilfreich sind schon helle Vorhänge oder bemalte Fenster. Ich habe an meinen Terassenfenstern bunte Streifen aus Isolierband geklebt. Von außen und schräg verlaufend. Auch Fliegengitter,außen angebracht, ist nützlich gegen Vogelschlag.
Geschrieben von: Beate (Alter: 32) am 12.12.2011
Hallo,
nun haben wir endlich ein kleines Gärtchen und erstmalig ein Futterhäuschen aufgestellt und auch Meisenknödel aufgehängt. Meine Beiden (5 und 7 Jahre) waren schon im Sommer total begeistert von den Vögeln. Auslöser war eine kleine Meise, die sich auf dem Kaffeetisch immer was stibitzt hat. Übers Internet habe ich dann Sörlis Seite gefunden. Nach und nach dann Seiten ausgedruckt und in einem Ordner abgeheftet. So konnten wir gemütlich im Garten sitzend mit Bild und Text uns schlau machen. Zum Beispiel über das Rotkehlchen, warum wir immer nur eines gesehen haben. Jetzt wissen wirs.
Sörlis Kindereite finde ich sehr gelungen und sie ist genau das Richtige für meine beiden Kinder und für mich. Jetzt freuen wir uns erst mal über das muntere Treiben am Futthaus. Bis zum Frühjahr, wenn die Brutzeit beginnt. Meine Lütte hat natürlich schon die Vogelkinder entdeckt.
Liebe Grüße Beate
PS: Auch zu Tauben haben wir nun eine bessere Einstellung dank deiner drei Geschichten.